Investitionsgüter stehen im Vordergrund

Die M+E-Industrie produziert größtenteils Investitionsgüter, nur zum kleineren Teil Konsumgüter hergestellt. Dies hat zur Folge, dass dieser große Sektor unserer Volkswirtschaft von steigender Konsumnachfrage nur wenig profitiert. Das gewerkschaftliche Argument, kräftige Lohnsteigerungen würden Absatz und Beschäftigung in der M+E-Industrie verbessern, steht daher auf tönernen Füßen.

   

Einige der Branchen im Überblick

Maschinenbau
Herstellung Metallerzeugnisse
Elektroindustrie
Automobil
Metallerzeugung/-bearbeitung
Rep. und Install. Maschinen + Ausrüstung
Herstellung sonst. Waren
sonst. Fahrzeugbau

       

Exportabhängigkeit

Nur 20 Prozent der M+E-Erzeugnisse sind langlebige Gebrauchsgüter, (zum Beispiel PKW, Haushaltsgeräte und anderes). Die deutschen Hersteller dieser Güter stehen in hartem Wettbewerb. Sie profitieren nur dann von steigender Konsumkaufkraft, wenn sie bei Kosten und Preisen mit den ausländischen Wettbewerbern mithalten können.

Rund 60 Prozent des M+E-Absatzes gehen in den Export. Dieser wird allein bestimmt durch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den Auslandsmärkten. Weitere 20 Prozent der M+E-Erzeugnisse sind Investitionsgüter für den Inlandsmarkt. Inländische Investoren kaufen Maschinen und Anlagen dann, wenn die Ertragssituation stimmt und die Ertragserwartungen der Wirtschaft auch für die Zukunft positiv sind.

       


Über 80 Prozent der Beschäftigten in vier Branchen


Gemessen an den Beschäftigten ist die mit Abstand größte Branche in der M+E-Industrie Nordrhein-Westfalens der mittelständisch geprägte Maschinenbau. Gut 29,8 Prozent der Arbeitsplätze entfallen auf diesen Bereich, der zudem stark exportorientiert ist. An zweiter Position folgt in NRW die Herstellung von Metallerzeugnissen (21,8 Prozent). Auf Rang 3 liegt die Elektroindustrie mit einem Anteil von 17,6 Prozent. Lediglich 13,9 Prozent der nordrhein-westfälischen M+E- Beschäftigten sind in der Automobilbranche tätig. Dies ist ein vergleichsweise geringer Anteil: Auf Bundesebene finden sich fast 23 Prozent der tätigen Personen in M+E-Betrieben hier wieder.

       

Die Branchen der Metall- und Elektro-Industrie NRW im Jahr 2010

 
%-Anteil
Maschinenbau
29,79
Herstellung Metallerzeugnisse
21,78
Elektroindustrie
17,57
Automobil
13,88
Metallerzeugung/-bearbeitung
8,62
Rep. und Install. Maschinen + Ausrüstung
5,47
Herstellung sonst. Waren
1,60
sonst. Fahrzeugbau
1,29
M+E insgesamt
100,0
   


Beschäftigte